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Forschungsprojekte


Laufende Beantragung: DFG – 2004-08

Entwicklung einer Methodik zur kleinräumigen Regionalisierung von Umfragedaten am Beispiel kriminalitätsbezogener Einstellungen

Interdisziplinärer Antrag in Kooperation mit FB1

Name: Karsten Stephan, Dr. des.
Dienststellung: Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Institution: Universität Siegen, Fachbereich 1, Sozialwissenschaften

Name: Dr. Monika Jarosch, Univ.-Prof. Dr.-Ing.
Dienststellung: Leitung Fachgebiet Praktische Geodäsie im FB10 - Bauingenieurwesen
Institution: Universität Siegen, FB 10 Bauingenieurwesen, Fachgebiet Praktische Geodäsie

Zusammenfassung

Zur Bestimmung des Einflusses objektiver Lebensbedingungen auf Individuen werden in den Sozialwissenschaften Umfragedaten regionalisiert, d.h. Merkmale der Region werden den Befragten anhand ihrer Wohnorte zugeordnet. In kleinräumigen Regionalisierungen geschah dies bisher unreflektiert auf der Grundlage von Gebietseinheiten, die nicht mit den subjektiv relevanten Einheiten der Befragten übereinstimmen. Damit verfehlen die Regionalisierungen ihr Ziel.

Ziel des Projektes ist sowohl die Entwicklung einer theoretisch fundierten Regionalisierungsmethodik für sozialwissenschaftliche Umfragedaten in einem transdisziplinären Ansatz zwischen Sozialwissenschaften und Geoinformatik als auch die Systematisierung des erforderlichen interdisziplinären Dialogs in Form eines Expertensystemprototyps. Dazu werden Abbilder des subjektiv relevanten Raumes erstellt, mit Umfragedaten fundiert und mittels geoinformatischer Methoden unter Einsatz eines geographischen Informationssystems (GIS) empirisch implementiert und validiert. Als Ergebnis wird ein Schema zur Optimierung der Regionalisierungsqualität erstellt. Die Abbildung des interdisziplinären Dialogs in einem Expertensystem soll wegbereitend für einen allgemeinen Zugang beliebiger Fachrichtungen zum Leistungspotential der Geoinformation sein.
Die Regionalisierungsmethodik wird anhand einer umstrittenen Frage der Kriminalitätsforschung entwickelt. Auf dieser Grundlage kann der Zusammenhang zwischen objektiver Kriminalität und kriminalitätsbezogenen Einstellungen wesentlich exakter bestimmt werden als mit bisherigen Ansätzen.



 

Laufende Beantragung: BMBF – 2004-09

Förderschwerpunkt: "Forschung für die nachhaltige Entwicklung der Megastädte von mogen"

"Online-Visualisierung zur Rationalisierung politischer Entscheidungen"

Zusammenfassung

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer neuartigen Vorgehensweise, die im interdisziplinären Ansatz unter Zugriff auf vorhandene Technologien – bedarfsfeldübergeordnet – Unterstützung bei politischen bzw. planerischen Entscheidungsfindungen leistet.

Unabhängig von einer speziellen thematischen Bedarfsfeldausrichtung sind im Zuge des Entwicklungsprozesses der Megastädte von morgen eine Vielzahl verschiedenartigster Entscheidungen zu treffen. Grundlage hierfür ist die detaillierte Kenntnis des "Status Quo" des jeweiligen Sachverhaltes. Dies betrifft gleichermaßen Sach- und Raumbezüge. Wesentliche Voraussetzungen hierfür sind die Erfassung und die geeignete Visualisierung des Bestandes. Steht die Erfassung nicht zur Verfügung, kann eine qualitativ leistungsfähige Entscheidungsgrundlage nicht bereitgestellt werden. Die Erfassung stellt somit die elementare Grundlage für eine Transparenz und somit Beurteilbarkeit des Entscheidungsprozesses dar.

Die Erfassung selbst und die anschließende Beurteilung im Entscheidungsprozeß finden nicht zeitgleich statt – gleiches gilt für die Visualisierung der Erfassungsergebnisse. Diskussionen zur Entscheidungsfindung erfolgen – zu Lasten rationaler Lösungsansätze – oftmals ohne Unterstützung des Ergebnisses der Erfassung. Verschärft wird dieses Manko durch fehlende Kenntnis der Inhalte und Tragweite diskutierter Details.

Gegenstand des Projektes ist es somit nicht nur, eine leistungsfähige Technologie zur Bestandserfassung bereitzustellen, sondern auf deren Grundlage ein geeignetes Vorgehen zur Entscheidungsfindung sicherzustellen. Dies erfolgt durch begleitende "Online"-Visualisierung der Diskussion vor dem Hintergrund der abgeschlossenen Erfassung mit den Inhalten der aktuellen Erörterung.

Unklarheit über Inhalte und Konsequenzen von Einzelentscheidungen werden hierdurch ausgeräumt und ein allgemeiner Konsens über den diskutierten Gegenstand wird hergestellt.