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Symposium "Baugrundverbesserung in der Geotechnik am 14. und 15. September 2010

Das Institut für Geotechnik der Universität Siegen und das Institut für Geotechnik der TU Wien, Forschungsbereich Grundbau, Boden- und Felsmechanik der TU Wien veranstalten unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr.-Ing. R. A. Herrmann und Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. D. Adam gemeinsam das Symposium "Baugrundverbesserung in der Geotechnik".

Die besondere Bedeutung der Veranstaltung für die Universität Siegn wurde durch die Eröffnung des Prorektors für Lehre, Lehrerbildung und lebenslanges Lernen Univ.-Prof. Dr. Franz-Josef Klein und des amtierenden Dekans des Fachbereichs Bauingenieurwesen Univ.-Prof. Dr.-Ing. Peter Schmidt deutlich, die beide auf die lange Tradition und die zukunftsorientierte Ausbildung der Bauingenieure in der Siegener Hochschule Bezug nahmen.

Die Idee zu dem Symposium "Baugrundverbesserung in der Geotechnik" entstand bei einem Treffen der deutschsprachigen Geotechnik-Professoren. Der gemeinsame Forschungsschwerpunkt der beiden beteiligten Universitäten war Grundlage für diese Veranstaltung und daraus ergab sich die Möglichkeit einer länderübergreifenden Zusammenarbeit mit der österreichischen Hochschule. Das Ziel des Symposiums war es, die bisherigen Erkenntnisse fortzuschrieben, den Teilnehmern neue sowie bewährte Verfahren, Kornstruktionen und Baustoffe zur Baugrundverbesserung vorzustellen. Dem Fachpublikum wurde eine interssante Mischung aus theoretischen und praktischen Ansätzen vorgestellt. Bereits in der Konzeption der Veranstaltung wurden folgende Schwerpunkte festgelegt:

  • Dynamische Baugrundverbesserung
  • Neue Bauverfahren
  • Neubau- und Sanierungsmaßnahmen
  • Rechtliche Grundlagen
  • Baustoffe - Geokunststoffe

Die große Zahl an Teilnehmern und Ausstellern zeugte von dem großen Interesse, an dieser zukünftig noch stärker an Bedeutung gewinnenden Themenstellung der baugrundverbesserung. Mit ihrer hilfe kann auch der gering und nicht ausreichend tragfähige Baugrund erschlossen werden, was auich innerstädtisch bei beengten Platzverhältnissen immer wichtiger wird. Weitere Vorteile dieses bauverfahrens sind die Reduktion von grooßen Materialtransporten und der damit verbundenen CO2-Reduktion aufgrund des Wegfalls von Bodenaushub und der Deponierung von Böden infolge der Verwendung des Bodens als Baustoff mit einer Zugabe und Durchmischung mit Bindemitteln bei feinkörnigen Böden oder der Verdichtung bei grobkörnigen und gemischtkörnigen Böden.

Zentrale Themen und wesentliche neue Erkenntnisse der technisch und wissenschaftlich exzellenten Vorträge waren die/das:

  • Dynamische Baugrundverbesserung durch Einsatz schwerer Polygonwalzen
  • Dynamische Intensiverdichtung mit dem neuen Menard Free Fall System (FFS)
  • Impulsverdichtung zur mitteltiefen Verdichtung und Verbesserung von Böden
  • Integrierte Verdichtungskontrollen bei dynamischen Verdichtungsverfahren
  • Numerische Modellierung der Verdichtung rolliger Böden mittels Impulsverdichtung
  • Einsatz der Tiefenverdichtung zur Baugrundverbesserung
  • Cutter Soil Mixing - mit weltweiten Erfahrungen eines jungen Bodenmischverfahrens
  • Hybridgründung von DSV-Körpern und Mikropfählen
  • Traglasterhöhung von Fundamenten durch gezielte Bodneverbesserung
  • Baugrundverbesserung und qualifizierte Baugrundverbesserung durch Zementstabilisierung
  • Reaktivierung eines historischen Stauhaltedammes auf sehr gering tragfähigem Baugrund
  • Erweiterung eines Hochwasserschutzdammes unter Verwendung des angefallenen und insitu vergütetem Dichtwandaushubs
  • Rechtliche Aspekte im Zusammenhang mit der Baugrundverbesserung in der Geotechnik
  • Bau- und messtechnische Erfahrungen bei der Errichtung eines großen Rohstofflagers auf weichem Untergrund unter intensiver Nutzung von Geokunststoffen und Geotextilien
  • Planung und Bemessung von Baugrundverbesserungen auf der Basis der EBGEO 2010
  • Baustraßen und Arbeitsebenen auf estrem weichen untergründen - baubetriebliche Anforderungen und planerische Lösungen
  • Drill Drain - Gebohrte Tiefendrainage zur stabilisierung von Hängen und Stützkonstuktionen

In den Schlussworten bedankten sich die Veranstalter besonders für die rege Teilnahme an den Diskussionsrunden im Anschluss an die einzelnen Vorträge, welche maßgeblich zu dem Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben.

Ein besonderes Highlight des zweitägigen Symposiums war eine insitu-Vorführung von Großgeräten zur Baugrundverbesserung und zur Geomesstechnik auf einem früheren Deponiegelände in Siegen. Der Mitorganisator Univ.-Prof. Dipl.-ing. Dr. techn. Dietmar Adam hob diesen Teil der Veransatltung in seiner Danksagug als gelungene Ergänzung hervor, welche in dieser weise seines Wissens noch nicht stattgefunden hat. Im Rahmen der Baustellenvorführung wurden ein neu neu enwickelter Impulsverdichter, ein Walzenzug mit Polygonbandage, ein Bohrgerät mit Werkzeugen zur Herstellung von Vollverdrängungerpfählen und Mixed-in-Place-Pfählen und ein LKW mit Drucksondiertechnik präsentiert.

Die Veranstaltung wurde von einer Fachausstellung von Firmen der Geokunststoffindustrie und des Spezialtiefbaus begleitet. Dan Abschluss des ersten Symposiumtages bildete ein Empfang der Teilnehmer im SuDWerk des nahegelgenen Brauhauses J. F. Irle. Hier konnte in einem lockeren Rahmen ien reger Erfahrungsausstausch der Beteiligten, mit der Gelegenheit zum besseren Kennenlernen der länderübergreifenden Symposiumsteilnhemer.